Meditation und Japa

Mother Meera
Mutter Meera während des Darshans meditierend.

Mutter Meera sagt, dass es gut ist, jeden Tag zu meditieren und empfiehlt vor allem, Japa zu üben ­– die andächtige Wiederholung eines der Namen Gottes. Es gibt eine Vielzahl von Techniken und sie können sehr komplex sein, wie zum Beispiel die Visualisationen im hinduistischen und tibetischen Tantra. Nichtsdestoweniger stimmen die meisten großen Heiligen darin überein, dass die einfache Wiederholung eines göttlichen Namens eine der wirksamsten Übungen ist. Mutter ist grundsätzlich sehr praktisch und sie empfiehlt dementsprechend die beständige Erinnerung an Gott und Japa über göttliche Namen als effektivste Methode. Wichtig ist dabei, dass einen der gewählte Name inspiriert, so dass er mit einem Gefühl des Strebens nach dem Göttlichen verbunden ist.

Japa ist leicht auszuführen und kann still im Herzen und Geist geübt werden. Dies kann überall geschehen, während all unserer täglichen Handlungen. Mutter erklärt, dass jedes Objekt, an das man denkt, eine bestimmte Schwingung mit sich bringt. Daher erschafft jede einzelne Silbe des göttlichen Namens, wenn sie mit Liebe wiederholt wird, eine besondere Schwingungsqualität, die sich zu einem schützenden Feld des Bewusstseins um uns herum aufbaut.

Wir können Japa leicht in unser Sadhana (Sanskrit: lit. ‘spirituelle Übungspraxis’) aufnehmen, auch wenn wir keine Zeit für eine formale Meditation haben. Mutters Yoga ist ein Weg der Balance, der eine nahtlose Integration in das tägliche Leben und die gewöhnlichen Tätigkeiten erlaubt. Alles bietet eine Gelegenheit, sich an das Göttliche zu erinnern und nach dem Licht zu streben: Arbeit, Spiel, Beziehungen – Alles. Dies ist der Weg wahrer Hingabe.

Mutter warnt uns, dass komplexe oder umfangreiche Meditationspraktiken das Ego stärken können, anstatt es zu schwächen, indem sie zu Selbstgerechtigkeit und Stolz führen, oder zu einem künstlichen Leben in einem Elfenbeinturm, von dem wir auf andere herabsehen. In Wahrheit ist der Königsweg zum Selbst und dem tieferen Selbst Demut. Demut und vom Herzen kommende Hingabe sind die leichtesten Wege zu Gott: wie Lord Krishna in der Bhagavad Gita sagt: ‚Ein einfaches Blatt oder eine Blume, mit wahrer Hingabe dargebracht, erreicht direkt das Herz des Herrn.“

Jede Silbe eines göttlichen Namens – z. B. Krishna oder Jesus – enthält Schwingungen, die die Atmosphäre verwandeln. Jedes Objekt, an das wir wiederholt denken, erzeugt seine eigene Schwingung. – Mutter Meera  (weitere Zitate > > )

 

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