Q&A: Hingabe

Bhakti, Hingabe, Ergeben, Transformation

Hingabe

Frage: Warum ist die Hingabe an das Göttliche wichtig?
Mutter Meera: Wenn du Hingabe hast, wirst du alles erlangen. (A1, S. 116)

F: Wodurch wächst die Hingabe?
MM: Man sollte das aufrichtige Streben haben, Hingabe zu entwickeln, und aufrichtig zu Gott beten. (A1, S. 116)

F: Wie sollen wir Bhakti, Hingabe, üben?
MM: Es ist nicht nötig, Blumen und Räucherstäbchen darzubringen. All euer Tun könnt ihr darbringen. Doch erwartet nichts dafür. Liebt euren Meister aufrichtig und ergeben. (A1, S. 118)

F: Wie hört die Dualität im Bhakti auf?
MM: Dualität besteht, bis wir im Göttlichen aufgehen. Dann gibt es nur noch das Eine. Wenn unsere Liebe zum Meister wächst, verschmelzen wir allmählich mit dem Göttlichen. Der Vorgang verläuft langsam, damit wir einen wachsenden Geschmack vom Göttlichen haben können. Wenn es nicht langsam geht, kann es der Körper nicht fühlen; wenn wir es aber nicht fühlen, wächst die Hingabe nicht, die wir für unsere Umwandlung brauchen. Wenn wir die vollständige Verwirklichung erlangen, geht jeder Aspekt von uns in das Göttliche ein. (A1, S. 120)

F: Wenn wir die außerordentliche Stärke Deiner Liebe zu uns zu fühlen beginnen, bedeutet das, daß wir beginnen, sie zu erwidern?
MM: Es gibt nur eine Liebe und eine Energie. Wenn ihr das ahnt, beginnt ihr zu verstehen. (A1, S. 120)

Darbringung

F: Was ist Hingabe?
MM: Hingabe bedeutet, alle Handlungen dem Göttlichen darzubringen und mit größter Gewissenhaftigkeit dem zu folgen, was die Weisen raten. Eine wichtige Form der Hingabe ist es, nach den Regeln der gewählten Religion zu leben. (A1, S. 123)

F: Durch Dein Lehren in der Stille und das Herabbringen der Kraft des Paramatman-Lichts rufst Du zu sehr tiefer, sehr starker Hingabe auf. Bitte hilf uns, klar zu verstehen, was Hingabe ist.
MM: Dem Göttlichen alles darzubringen ist Hingabe. Unser Leben dem Göttlichen zu schenken ist Hingabe. Einfachheit ist Hingabe. Wenn wir einfach sind, löst sich das Ego von allein auf. Wenn wir einfach sind, kommen Antworten. Sich immer, wie groß wir auch sein mögen, daran zu erinnern, daß es etwas Größeres gibt – das Göttliche –, das ist Hingabe. Nicht egoistisch zu sein ist Hingabe. Demütig zu sein ist Hingabe. (A1, S. 120)

F: Bedeutet sich hinzugeben nicht, schwach zu sein?
MM: Nein. Wahre Hingabe ist nicht Schwäche. Sie ist das Stärkste, was ein Mensch vollbringen kann. Man muß stark sein, um alles herzugeben. (A1, S. 123)

F: Was bedeutet es, wenn in der Bhagavad-Gita Krishna dem Arjuna sagt, er solle auf die Früchte aller Handlungen verzichten?
MM: Wenn du denkst „Ich führe diese Handlung aus“ wirst du egoistisch. Statt egoistisch zu sein, bringe lieber alles dem Göttlichen dar. Wenn du dem Göttlichen alles darbringst, gibt es kein Ego. Wenn es kein Ego gibt, wirst du göttlich. (A1, S. 125)

Transformation

F: Kann man den von der weiblichen Energie gelenkten spirituellen Weg eher einen der Transformation als der Transzendenz nennen?
MM: Nein. Transformation ist nur eine Seite des Vorgangs. Transzendenz, Vereinigung mit dem Göttlichen, ist das Hauptziel des Menschen. Die göttliche Person, der Avatar, hat das Ziel, dem Menschen dabei zu helfen, im Göttlichen zu sein. Umwandlung ist nicht das letzte Ziel, doch befähigt sie die Menschen, die Vereinigung mit Gott leichter zu erreichen. (A1, S. 24)

F: Die Umgestaltung der Welt schließt eine Veränderung der banalsten wie auch der schwierigsten Aspekte des Lebens ein, nicht wahr?
MM: Es wäre keine Umgestaltung, wenn es das nicht bedeuten würde. Nichts darf ausgeklammert bleiben. Diejenigen, die mich lieben, werden sich mit allem in der Welt auseinandersetzen, mit aller Dunkelheit und mit allen Schwierigkeiten. Stellen sich die Leute vor, daß ich nicht arbeite oder daß der verwirklichte Mensch nicht arbeitet? Göttliche Arbeit ist die schwerste, und sie hat kein Ende. Ich fordere die Menschen auf, sich der ganzen Mühsal von Materie und Wirklichkeit zu stellen. Ich bin in einem Körper erschienen, um zu zeigen, daß dies möglich ist. Meine Gnade, meine Hilfe, mein Licht sind da, doch muß jeder sich auch selbst einsetzen. Die Menschen sollten nicht zu mir kommen, wenn sie nur vor etwas davonlaufen wollen. Ich bin nicht nur da, um Zuflucht zu gewähren; ich bin auch gekommen, um die Freude und die Kraft zu schenken, die für das Werk der Veränderung notwendig sind. Es gibt keine schnellen Antworten und einfachen Lösungen. (A1, S. 26)


*A1 bezieht sich auf Mutter Meera, Antworten Teil 1 , A2 auf Mutter Meera, Antworten Teil 2 .

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