Q&A: Avatare
Avatare
Frage: Avatare sind Inkarnationen des Göttlichen, die zur Erde herabgestiegen sind, um den Geschöpfen der Erde zu helfen. Ist ein Avatar jeweils die Inkarnation eines Aspektes des Göttlichen oder des gesamten Göttlichen?
Mutter Meera: Gott und der Avatar sind in einer Weise dasselbe und in anderer Weise verschieden. Der Avatar kommt aus Gott und hat die Macht und das Licht Gottes. Dennoch können wir einen Unterschied sehen, denn der Avatar hat einen menschlichen Körper, während Gott formlos ist und zugleich alle Gestalten besitzt. Jeder Avatar ist eine Teiloffenbarung des Göttlichen, des Paramatman. (A1, S. 43)
F: Welche Beziehung haben Avatare untereinander und zu Gott?
MM: Jeden Avatar kann man als eine Facette eines Diamanten, gleichzeitig aber auch als den ganzen Diamanten betrachten. Was wir sehen, ist eine Facette, doch ist der ganze Diamant sowohl hinter dieser Facette als auch um sie herum. (A1, S. 44)
Göttliche Mutter
F: Was ist der Unterschied zwischen Gott, der Shakti und der Göttlichen Mutter?
MM: Paramatman ist alles, die Shakti ist nur ein Teil, nur ein kleiner Teil seiner Macht und seines Lichtes. Paramatman erschafft alles, und die Shakti, die Götter und Göttinnen beschützen die Schöpfung. Die Shakti ist mächtiger als die Göttliche Mutter. Die Shakti ist formlos, auch wenn wir Sie uns in Gestalt vorstellen mögen. Sie wird getrennt von Paramatman angebetet und ist unabhängig von unseren Gebeten – Sie tut, was Sie will. Die Shakti ist nicht zu lenken. Wenn wir Sie anbeten, können wir uns Ihr nur ergeben. Die Göttliche Mutter hingegen erhört unsere Gebete. Sie empfindet Liebe zur Menschheit, beschützt sie und fördert Harmonie und Frieden. (A1, S. 21)
F: Obgleich die Mutter immer da gewesen ist, hat es den Anschein, als ob man sich im Westen ihrer erst jetzt zunehmend bewußt würde.
MM: Die Menschen haben schon immer sowohl die Göttliche Mutter als auch Gott verehrt. Der einfache Mensch hat immer daran geglaubt, daß z.B. die Jungfrau Maria göttlicher Natur ist, auch wenn die Kirche das erst spät offiziell anerkannte. Sich dem Göttlichen zu öffnen, das ist wichtig. Ob es die Shakti ist oder Gott, spielt keine Rolle. (A1, S. 23)
Gurus
F: Sollten wir Gurus folgen?
MM: Das kommt auf den Guru an. Unter außergewöhnlichen Umständen kann ein Guru notwendig, ja sogar entscheidend wichtig für die spirituelle Entwicklung sein. Im allgemeinen ist es am besten, direkt zum Höchsten zu beten oder sich Ihm durch eine seiner göttlichen Inkarnationen zu nähern. Das ist nützlicher. Wenn ein menschlicher Guru dir Belehrungen gibt, die dich in deinem Herzen dem Göttlichen näherbringen, so höre zu, sei dankbar und befolge sie. Aber sei dir über die Grenzen jedes menschlichen Gurus im klaren. Er kann nur die Richtung weisen, er kann dich nicht zum Ziel bringen. Wenn du Gott sehen willst, warum bittest du Ihn nicht direkt? (A1, S. 53)
Mutters Werk
F: Du hast das Paramatman-Licht herabgebracht, um das Werk der globalen und individuellen Transformation beschleunigen zu helfen. Hat Dein Wirken noch andere Aspekte, neben dem Herabbringen des Lichts?
MM: Ich bin gekommen, um zu sagen, daß alle Wege, die die Menschen beschreiten, gleich gut sind und zu Gott führen und daß die Gläubigen deshalb den Weg jedes anderen achten sollten. Moslem, Christen, Hindus, Buddhisten oder Angehörige anderer Religionen – sie mögen an ihrem Glauben festhalten, doch sollten sie sich nicht gegenseitig hassen oder bekämpfen. Welchen Weg auch immer jemand beschreitet, er kann zu mir kommen, und ich werde ihm helfen, sich auf das Göttliche zu besinnen, und ihm Frieden und Glück schenken, wenn er in Not ist. (A1, S. 11)
*A1 bezieht sich auf Mutter Meera, Antworten Teil 1 , A2 auf Mutter Meera, Antworten Teil 2 .