Q&A: Darshan
Darshan
Frage: Während Deines Darshan verneigen wir uns vor Dir (Pranam), und Du nimmst unseren Kopf in Deine Hände. Was tust Du dabei?
Mutter Meera: Auf dem Rücken der Menschen verläuft eine weiße Linie, von den Zehen bis zum Kopf. Eigentlich sind es zwei Linien, die bei den Zehen beginnend die Beine hoch laufen, sich unten an der Wirbelsäule vereinigen und als eine Linie den Scheitel des Kopfes erreichen. Diese Linie ist dünner als ein Haar, und sie weist hier und da Verknotungen auf, die göttliche Personen auflösen helfen. Es ist ein sehr schwieriger Vorgang, und beim Lösen dieser Knoten muß mit großer Vorsicht vorgegangen werden, da Lebensgefahr besteht, falls der Faden reißt. Wenn ich euren Kopf halte, löse ich diese Knoten. Ich beseitige auch andere Hindernisse für eure Sadhana (spirituelle Praxis).
Wenn ich euren Kopf berühre, steigt das Licht in der weißen Linie nach oben. Es zeigt, wie auf einer Skala, die Entwicklung eurer Sadhana. Wenn kein Fortschritt da ist, zeigt das Licht auf der Linie den Grad an, bis zu dem eure Sadhana zurückgegangen ist. Wenn das Licht ununterbrochen von den Zehen bis zum Scheitel geht, kann diejenige Person viele Erfahrungen und Visionen haben, obwohl manche Menschen auch ohne die weiße Linie Visionen und Erfahrungen haben. Erreicht die Linie den Scheitel, haben die Menschen den Paramatman-Darshan. Wenn die Linie über den Kopf hinausreicht, besteht eine ständige Verbindung mit Paramatman.
Wenn eure Bemühungen nachlassen, sinkt das Licht in der Linie nach unten, wie ich schon sagte. Eines Tages fallt ihr vielleicht sogar von eurer Sadhana ab. Das ist eine große Krise, die aber verhindert werden kann. An der Vorderseite des Körpers sind zwei rote Linien, die bei den Zehen beginnen und seitlich an den Beinen allmählich aufsteigen. Sie haben die Tendenz, sich an der Basis der Wirbelsäule zu treffen, dort wo die beiden weißen Linien sich vereinigen. Falls die roten Linien die weiße erreichen, erlangt ihr die absolute Loslösung. Das geschieht aber selten und nur bei denjenigen, die die göttliche Shakti besitzen.
Durch die Entwicklung der weißen und der roten Linien wird die Sadhana auf Dauer gefestigt, ohne Möglichkeit eines Abfallens. Wenn sich die roten Linien voll entwickeln, erreicht ihr bedeutende Höhen. Auch die weißen Linien sind hilfreich, die Erfahrungen derjenigen zu unterstützen, bei denen die Psyche geöffnet ist. Aber selbst wenn eine Öffnung der Psyche besteht, gibt es immer noch die Möglichkeit, daß sie sich wieder schließt. Die Öffnung der Psyche hat ihren Nutzen für das Sadhana, aber sie ist nicht genug. Die Festigung der weißen und roten Linien wird euch helfen, eure Psyche ständig offen zu halten. Wenn die Psyche mit einer Blüte vergleichbar ist, dann sind die Linien die Pflanze selbst. (A1, S. 79)
F: Warum wird das Darshan so einfach durchgeführt, zum Beispiel ohne Gesang?
MM: Die Menschen sind zu geschäftig, sitzen selten still. In der Stille kann man mehr aufnehmen, weil alle Tätigkeiten auf einen Punkt konzentriert sind. Meine Lehre besteht darin, nur die Essenz zu vermitteln, das Göttliche, das Notwendige. Ich gebe jedem einzelnen genau, was er braucht. Paramatman ist still. Gott ist still. Alles kommt aus der Stille. In Stille kann mehr Arbeit getan werden.Die wahre Erfahrung von Glückseligkeit kennt keine Worte. (A1, S. 78)
Japa, Meditation
F: Welche Art von Meditation sollten wir ausüben?
MM: Schließt die Augen, sitzt in Stille und macht Japa mit irgendeinem göttlichen Namen. (A1, S. 96)
F: Was ist Japa? Warum ist es so wichtig?
MM: Japa ist die Wiederholung des Namens desjenigen, an den wir glauben. Japa ist sehr wichtig. Japa beinhaltet nicht gewöhnliche Worte. Jeder göttliche Name ist erfüllt von göttlichen Schwingungen. Diese umgeben und beschützen uns und durchdringen unseren Körper und unser ganzes inneres Sein. Das Besinnen auf den göttlichen Namen schenkt unmittelbar Frieden und Glück und wendet uns vom Weltlichen zum Göttlichen. Für Japa gibt es keine festgelegte und begrenzte Zeit. Es ist sehr gut, den ganzen Tag Japa zu machen. Wenn das nicht geht, dann pflegt das Besinnen auf das Göttliche, wann immer es möglich ist. Japa können wir während jeder Tätigkeit machen. Es geht leichter bei einer körperlichen Tätigkeit ohne geistige Arbeit. Japa hilft uns, unser Bewußtsein zu reinigen, und macht unsere Sadhana mühelos. (A1, S. 96)
*A1 bezieht sich auf Mutter Meera, Antworten Teil 1 , A2 auf Mutter Meera, Antworten Teil 2 .
Weitere Fragen und Antworten:
- Paramatman (Gott), Atman (Seele)
- Bhakti, Hingabe, Ergeben, Transformation
- Avatare, Göttliche Mutter, Gurus, Mutters Werk